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Sommer Teekräuter – Indische Hängeminze

Nachdem ich mich ein wenig mit der Indischen Hängeminze beschäftigt habe, muss ich zuallererst meine Aussage revidieren, dass diese Minze aus Indien kommt. Denn dem ist nicht so. Schaut man sich die englische Bezeichnung dieses Teekrauts an, dann wird deutlich, aus welcher Region die Pflanze stammt: Indian Mint! Ahhh….!

Howgh („haau“) – Ich habe gesprochen

Karl May Fans unter euch werden es ahnen, die Indian Mint stammt ursprünglich aus Nordamerika, genauer gesagt aus Karlifornien und ist dort unter dem Namen Yerba Buena bekannt. Yerba Buena hieß im 18. Jahrhundert eine Siedlung, aus der das heutige San Francisco entstand.

Und jetzt kommt der zweite Hammer: Botanisch betrachtet ist die Indische Minze keine Minze, sondern ein Bohnenkraut. Damit sind die Blätter auch essbar!

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Bei Enseleits im Online-Kräuter-Shop erhältlich – Indische Hängeminze (Satureja douglasii)

Lass einfach hängen

Den Angaben zufolge, wächst die Hängeminze im Vergleich zu einer Minze kontrollierter und verwildert nicht im Garten. Die Blätter liefern ein ausgezeichnetes, frisches Spearmintaroma. Mit bis zu 1,50 Meter langen Trieben ist sie besonders gut für Hängegefäße geeignet.

Satureja douglasii – Ein Multitalent

Ob in Salaten, Soßen, Süßspeisen oder in Obst- und Gemüsesalaten, die Indian Mint gibt eine minzig frische Note in deine Gerichte. Aber auch als Magen- und Erkältungstee, soll die Yerba Buena ihre Dienste tun. Wir sind ehrlich gesagt begeistert von diesem Bohnenkraut.

Der 1. Aufguss

Könnt ihr euch an den Duft eines frisch ausgepackten Wrigley´s Doublemint Kaugummis erinnern? (Die Grünen, nicht die Weißen!) Denn genau so riecht diese Pflanze. Es ist wirklich ein Genuß, diese Minze zu riechen bzw. ihre Blätter zwischen den Fingern zu reiben. So klein und unscheinbar die Blätter wirken, sie haben es in sich.

Während und nach dem Pflücken und Einfüllen ins #TEAFAVS Teeglas ist der Duft sehr präsent. Auch nach dem Aufguss strömt das Aroma mit dem Wasserdampf nach oben. Der Geschmack ist intensiver als bei der Grapefruit-Minze und natürlich auch wesentlich mentholhaltiger. Eine echte Pfefferminze!

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Der 2. Aufguss

Auch der zweite Aufguss schmeckte noch kräftig genug. Es war wirklich eine Freude, bei jedem Schluck die kleinen Blätter durch den Teebereiter tanzen zu sehen. Toll, toll, toll!

Auf den dritten Aufguss verzichtete ich, weil ich nun die Blätter einfach aus dem Glas fischte und aufaß. Dazu möchte ich nur kurz sagen: Kann man machen, muss man aber nicht.

Fazit: Häng sie dir in die Küche

Wer es minzig frisch mag, hat mit der Indian Mint eine heiße Favoritin für die Küchendecke. Einfach in einen Hängekorb neben der Arbeitsfläche und hier und da einstreuen. Schmeckt!

Auch für Sommer-Erfrischungsgetränke kann sie ein wichtiger Bestandteil sein. Diese Multitaltent muss man nicht nur trinken, sondern kann es auch essen, was mindestens eine Verwendung für die Küche garantiert. Ich verspreche euch wirklich nicht zu viel.

…und dass die Hängeminze eigentlich ein Bohnenkraut ist, kann unter uns bleiben. 😉

 

Die Pflanzenbeschreibung in Stichpunkten:

  • Indische Hängeminze (Satureja douglasii)
  • wurde traditionell von Indianern Noramerikas genutzt
  • sie kann bis zu 1,5 m lange Triebe entfalten
  • aus nachhaltigen Anbau
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Anwendung: harmoniert sehr gut mit Salaten, Soßen, Süßspeisen, Obst und Gemüse
  • Geeignet als Magen- und Erkältungstee
  • Pflegehinweise:
    • mehrjährig
    • nicht winterhart, daher vor Frost schützen,
    • Staunässe vermeiden

 

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